EinführungSehr gute Englischkenntnisse, soziale und interkulturelle Kompetenz und Interesse an entwicklungspolitischen Themen sind bei beiden Einsatzplätzen Voraussetzung.
Alter ca 22-28 Jahre*; Einarbeitung vor Ort; Dauer 9-12 Monate; Reise-, Verpflegungs- und Unterbringungskosten übernehmen wir; 100 Euro Taschengeld/Monat; die Gewinnung sogenannter ''Spenderkreise'' ist sehr hilfreich und willkommen, für einen Einsatz bei uns aber keine zwingende Voraussetzung. Handwerkliche, künstlerische oder zum Beispiel auch IT- Begabung wären sehr erfreulich.
Wir sind kein Träger für AdiA, Zivildienst, FÖJ, FPJ und FSJ Stellen.Bilder und Informationen zu unserer Arbeit in Guyana sind unter
Projekte zu finden.
* Wir bedauern, dass auf Grund der komplexen Situation vor Ort, welche ein gewisses Quantum an Lebenserfahrung erfordert, Abiturienten ohne weitere Ausbildung derzeit für den Einsatz nicht in Frage kommen.
Einsatzort: das Dorf Surama (ca. 250 Ew), 420 km südlich der Hauptstadt Georgetown
Nächster Einsatzbeginn: - Traditionsbewahrung: voraussichtlich April/Mai 2011
- Woodworking Center: Bewerbungen sind laufend möglich; Einsatzbeginn nach Absprache mit dem Projektpartner
1. Einsatzplatz - Mithilfe bei Erhaltung von Sprache, Tradition und ethnobotanischem Wissen Die Einsatzstelle ist bis April 2011 besetzt.
2. Einsatzplatz - Mitarbeit in der Lehrwerkstatt Holz Die Einsatzstelle ist derzeit unbesetzt. Erfahrung in der Holzbearbeitung, idealerweise eine abgeschlossene Ausbildung, ist für den Einsatzplatz erforderlich.
Ein Hauptaufgabenfeld der Eerepami Regenwaldstiftung Guyana ist die Fortsetzung und Intensivierung der seit 2003 bestehenden Projektpartnerschaft mit dem Volk der Makushi in Guyana.
Kernpunkte der Zusammenarbeit sind:
- Hilfe bei der Bewahrung von Sprache und Tradition, sowie des ethnobotanischen Wissens der Makushi
- Solarprojekte
- Projekte zur Bodenverbesserung und Malariaprophylaxe
- Waldschule für Traditionsbewahrung
- Lehrausbildungszentrum Holz
Das Projekt Woodworking Center Surama begann mit der Unterstützung durch die Sächsische Jugendstiftung am 20.10.2006 und wurde am 31.12.2010 abgeschlossen und übergeben. Die Werkstatt ist errichtet und, angepasst an die Bedürfnisse eines LDC- Entwicklungslandes, komplett ausgestattet. Mit Hilfe des SES in Bonn konnte ein 8-wöchiger sehr erfolgreicher Einstiegskurs mit 14 Teilnehmern, darunter eine junge Frau und ein Behinderter, durchgeführt werden. Der erste Kurs war, wie in Deutschland auch üblich, auf die Grundlagen der Holzbearbeitung ausgerichtet; der Folgekurs konzentriert sich mehr die Ausbildung an Maschinen und die Grundlagen der Kleinproduktion und des Kunsthandwerkes. Da die indigenen Partner in einer, für uns nicht mehr zutreffenden Intensität, mit den Problemen des täglichen Überlebens konfrontiert sind, ist eine kontinuierliche Weiterführung der Werkstatt aus eigener Kraft für die Partner schwierig umzusetzen, da ganz andere Sachverhalte, das tägliche Auskommen betreffend, wie die Jagd und die Pflege der Waldgärten zwangsläufig eine hohe Priorität haben.
Unterstützung im logistischen Bereich, bei Management und Buchhaltung sollen Arbeitsfelder unserer Freiwilligen sein.
Was erwarten wir - Anforderungen an die Freiwilligen Die vorsichtige Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein, Kontinuität und zukunftsorientiertem Denken bei den Projektpartnern; allerdings ohne Dominanz und Bevormundung, erfordert die dauernde Anwesenheit eines ''Helfers'' mit sozialer, interkultureller und möglichst auch fachlicher
Kompetenz, der gewillt ist, die mentalen Fähigkeiten und Besonderheiten der indigenen Partner kennen- und schätzen zu lernen.
Was können die Freiwilligen von uns erwarten?Eine etwa vierwöchige Einarbeitung in Guyana wird von uns gewährleistet. Wir organisieren Flüge, Unterkunft, Verpflegung und versichern die Freiwilligen nach den Maßgaben des BMZ. Die erforderlichern Impfungen werden von uns mitfinanziert. Die Unterkunft ist im Haushalt unserer Projektkoordinatoren Jean und Glendon Allicock geplant. Jean Allicock, unsere Projektkoordinatorin für die Traditionsbewahrung, soll als Mentor für unsere Freiwilligen agieren. Da die Familie Allicock schon oft Wissenschaftler und Projektmitarbeiter aufgenommen hat, ist die Betreuung der Freiwilligen und eine gute Einbindung in das Alltagsleben der Dorfbewohner gesichert.
Was erwarten die Projektpartner in Guyana?Der Village Council von Surama hat sich eindeutig zum ''Carpentry Education Centre'' und den anderen gemeinsamen Projekten bekannt und ist auch finanziell an der Umsetzung beteiligt. Die Ausbildung der Jugendlichen und die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten hat unter den Dorfbewohnern höchste Priorität.
Somit sind alle Schritte, die Ausbildung effizient und kontinuierlich zu gestalten, sowie neue Ideen einzubringen, hochwillkommen.
Vorbereitungsseminar Nach einer Vorauswahl werden wir mit den Interessenten ein Seminar durchführen, in welchem wir unsere Arbeit und unser Leitbild vorstellen und die gegenseitigen Erwartungen und Möglichkeiten diskutieren. Am Ende dieses Prozesses werden wir mit den unseres Erachtens nach geeignetsten Jugendlichen eine Kooperationsvereinbarung über 9-12 Monate Freiwilligendienst in Guyana abschließen. Daran anschließend wird in Dresden und Umland das eigentliche 15-tägige Vorbereitungsseminar stattfinden, welches der Vermittlung eines klaren Verständnisses für den Einsatz und die Einsatzbedingungen dient. Ausführlich behandelt werden die geleistete Projektarbeit, Besonderheiten des Projektmanagements, Ideen für die Entwicklung des Projektes und die Zusammenarbeit mit deutschen und guyanesischen Partnern und Behörden. Aber auch Geschichte und Gegenwart Guyanas, kulturelle Besonderheiten und Verhaltensregeln bei indigenen Projektpartnern, Tropenwaldökologie, Prävention von Tropenkrankheiten, Grundlagen der Solartechnik und Holzbearbeitung und das Kennenlernen des Partnernetzwerkes in Guyana werden eine Rolle spielen. Weitere Themen sind die interkulturelle Kommunikation und einsatzbezogenes Projektmanagement.
Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, ihren Einsatz auch aus der Perspektive der Partner zu verstehen sowie auch ein umfassendes Bild der Lebens- und Arbeitsrealität in Guyana erhalten.
Zwischenseminar Wir planen alle 3-6 Monate eine 3-5 tägiges Zwischenevaluation vor Ort, und werden regelmäßig mit unseren Freiwilligen über Email und Skype in Verbindung stehen.
RückkehrerseminarNach dem Ende des Einsatzes werden wir ein umfassendes 5-tägiges Rückkehrerseminar durchführen und die gewonnenen Erfahrungen für die weitere Arbeit auswerten. Da wir den Freiwilligendienst langfristig planen, bietet sich eine Verbindung zu den potentiellen Nachfolgern, z.B. in einem Vorbereitungsseminar an. Sehr wichtig ist uns, den Kontakt zu den Freiwilligen zu erhalten, sie regelmäßig zu Veranstaltungen der Stiftung einzuladen und die Freiwilligen als Referenten für unsere Bildungsarbeit an Schulen zu gewinnen. Wir sind sicher, dass im Rahmen dieses Freiwilligendienstes vielfältige, auch internationale Netzwerke entstehen werden, welche die entwicklungspolitischen Fragestellungen auch in unserer Gesellschaft befördern werden.
Zur Betreuung der Seminare stehen in unserer Stiftung fachkundige Personen mit mehrjähriger Guyanaerfahrung zur Verfügung.
Robert Spitzer - Dipl. Forstwirt
Gerd Baumann - Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik
Sven Ullrich - Apotheker
Jane Grass - entwicklungspolitische Bildungsreferentin
Silke Berger - Diplompsychologin
Bewerbungen bitte an post@eerepami.de senden.
Das kurze Bewerbungsschreiben sollte folgende Aspekte beinhalten:- Name
- Wohnort
- Alter
- Kontakt
- schulische/berufliche Ausbildung / Studium / Tätigkeit
- Englischkenntnisse
- Motivation
Über unser Büro in Dresden (0351-2197733) können selbstverständlich weitere Information erfragt werden.
Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!