Meeresschildkrötenschutz und Umweltbildung am Shell Beach

Foto: Mann kniet vor einer Sandmulde mit vielen Schildkröteneiern und hält auch welche in den Händen

Standort

Guyana, Kommune Almond Beach

Zielstellung

Weltweit gibt es sieben Arten von Meeresschildkröten, die alle auf der CITES Liste der bedrohten Arten stehen. Besonders wichtig für das Überleben der Arten ist der Erhalt der meist in den Tropen befindlichen Niststrände. So wie die Lachse zum Laichen in ihre Geburtsflüsse zurückkehren, legen auch Meeresschildkröten ihre Eier dort ab, wo sie selbst geschlüpft sind.

Ein wichtiger Niststrand der Meeresschildkröten befindet sich im Norden Guyanas. Dort sind die Schildkröten akut bedroht durch Wilderei, illegalen Tierhandel, streunende Hunde und die Verschmutzung der Strände und des Meeres.

  • Integration der lokalen Bevölkerung in die Schutzmaßnahmen
  • finanzielle Unterstützung für die Überwachung der Strände, Erfassung der Schildkröten und Gelege, Betrieb und Ausbau der Aufzuchtstation
  • Bereitstellung von Technik und Ausrüstung
  • Unterstützung von Bildungsmaßnahmen
  • Förderung eines nachhaltigen Tourismus

Maßnahmen

  • Bekämpfung der Armut in der lokalen Bevölkerung durch Schaffung von Einkommensalternativen zur Wilderei
  • Ausbildung Jugendlicher zu Rangern (Wildhütern)
  • Überwachung der Niststrände während der Zeit der Eiablage und dem Schlüpfen der Jungschildkröten
  • Aufbau einer Schildkrötenrettungsstation
  • Umweltbildungsprogramme mit der lokalen Bevölkerung, besonders mit Schülern (in Partnerschaft mit dem WWF)

Laufzeit

2011 – 2016

Status

vorläufig abgeschlossen

Ausblick

Auf Grund gesetzlicher Neuregelungen hat die neu geschaffene Regierungsbehörde PAC die Verantwortung für die Schutzgebiete Guyanas übernommen. Die Zusammenarbeit mit der PAC gestaltet sich sehr vielversprechend, so dass wir 2017 die Entsendung von Freiwilligen wieder aufnehmen wollen.

Partner

Bis 2016 GMTCS, ab 2016 Protected Areas Commission Guyana