Der mit Unterstützung durch EEREPAMI entwickelte SNP-Chip zur Genotypisierungvon Sonnensittichen in Guyana (https://link.springer.com/article/10.1007/s12686-020-01151-x) wird nun auch in Europa zum Einsatz kommen. Gegenwärtig existiert eine ex situ Population von rund 650 Sonnensittichen in über 60 verschiedenen europäischen Zoos und Institutionen. Aufgrund des bisherigen Mangels an Informationen zur Genetik der letzten freilebenden Population von Sonnensittichen im Grenzgebiet zwischen Guyana und Brasilien war es bisher nicht möglich, die in Zoos lebenden Sonnensittiche hinsichtlich naturnaher Erblinien zu managen. Viele dieser Individuen stammen ursprünglich aus Privathand und Hybridisierung mit nah verwandten Arten oder die gezielte Zucht hinsichtlich spezieller Phänotypen in der Vergangenheit kann nicht ausgeschlossen werden. Koordiniert durch die „European Association of Zoos and Aquaria (EAZA)“ und die EAZA Biobank, wird nun die DNA von Zooindividuen mit dem Erbgut der wildlebenden Sonnensittiche am Institut für Wildtierforschung der schwedischen Universität SLU in Umeå verglichen werden. Auf Grundlage der Ergebnisse lassen sich dann naturnahe Zuchtlinien in den europäischen Zoos etablieren. Dieser ex situ Artenschutz ist, parallel zum Schutz und Erhalt der wildlebenden Population, eine wichtige Maßnahme zur Bewahrung bedrohter Arten. Durch dieses Vorgehen wird eine Reserve von Individuen sowie der artspezifischen genetischen Vielfalt aufgebaut, sollte es trotz Schutzbemühungen zu einer weiter Abnahme oder gar zum Aussterben der Art in der freien Natur kommen. Sobald es die Covid-19 Situation wieder zulässt, werden wir auch unsere Projektarbeit zu Sonnensittichen direkt in Guyana fortsetzen.

Foto: geschlossene Hände halten zwei Vögel

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Sonnensittich

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